
| Fettes Brot | Photos (klicken!) | Playlist |
| Die Fünf Sterne hatten den Publikums-Abgeh-Regler schon weit nach oben geschoben, da kamen Schiffmeister, König Boris und Doc Renz auf die Bühne und legten nochmal sozusagen keine Schipp' sondern einen fetten Laib Brot druff. Gleich im ersten Track hauten die drei Hamburger dem willigen Publikum ihre Definition von Fett in die Gehörgänge. Teilweise konnte man vor der Bühne gar nichts mehr sehen, soviel Staub wurde aufgewirbelt durch das Rumgehoppe. Fettes Brot zogen souverän ihre Show durch, die wohl ewigen Partyknaller wie "Jein" oder "Nordisch" strategisch klug in der Playlist postiert und dazwischen auch einige Kostproben aus dem neuen fetten Brot, äh Silberling, der in Kürze erscheinen soll. Insgesamt eine runde Sache, die auch bei den absoluten Antihoppern im Publikum ein verschämtes Wippen mit der Fußpitze hervorrief. |
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01. Definition 02. Mac Sehen 03. Augen Lügen 04. Microkosmonaut 05. Lieblingslied 06. Hallo Hip Hop 07. In Ist 08. Frikadelle 09. Bundeskanzler 10. Jein 11. Andaz 12. Rock Mic's 13. Nordisch |
| Lemonbabies | Photos (klicken!) | Playlist |
| Das "Überraschungsei" bei Rock Am See '98. Leider hoppte die Mehrheit des Publikums zu Fettem Brot auf der Hauptbühne anstatt sich diesen musikalischen (und augenmäßigen) Hochgenuß im Nachtzelt zu widmen. Hm, nun ja jedem das seine. Die vier Berlinerinnen, die augenscheinlich keine Babies mehr waren, ließen sich aber keineswegs irritieren, daß die Anzahl ihrer Zuhörer das Nachtzelt nicht unbedingt sprengte. Im Gegenteil, durch die sehr melodischen Popsongs entstand ein kleiner aber feiner Dancepit vor der Bühne, bei dem sich die nette Sängerin namens Diane auch jedesmal bedankte. Es war fast eine, ja ich würde fast sagen, "intime" Atmosphäre. Glücklicherweise war die nachfolgende Band noch nicht vor Ort, so daß es eine zweite und eine dritte Zugabe gab. Ich weiß zwar nicht wieviele Herzen in der Stunde gebrochen wurde, aber meines wurde auf jeden Fall von der Sängerin Diane (Vocals) in Einzelteile zerlegt und das von Thomas, dem Sänger von Vivid, durch Barbara (Bass), die ihn einfach ignorierte. Vielleicht weil direkt neben Thomas Hausmarke stand ? Hm ....... |
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01. Cool Down 02. Nothing Can Do 03. Individual 04. Never Thought 05. Got To Get You 06. It's Allright 07. Crush 08. Nobody's Go Now 09. Asking Why 10. Diving 11. Stop It 12. Don't Look Back 13. Things Happen 14. I'm Lost 15. So Go Ahead |
| Eins/Zwo |
| Eins/Zwo im Nachtzelt hat der Autor leider nicht gesehen, da gleichzeitig TWO auf der Hauptbühne spielten und er Diane von den Lemonbabies interviewte. |
| TWO | Photos (klicken!) | Playlist |
| Standen vor einer Stunde etwas abseits jede Menge schwarzgekleideter Menschen, die fassungslos die zu Sternen und Broten Rumhoppenden anstarrten, war es nun genau anders rum. Nun rasteten die schwarzgekleideten Metalheads vor der Bühne aus und die buntgekleideten HipHopper standen abseits. Der Grund? Rob Halford, die Metalinstitution schlechthin durch seine Judas Priest Zeiten, gab sich mit seiner neuen Combo "TWO" die Ehre. Man kann das Ganze eigentlich nur noch als Orgie der Ohren bezeichnen. Der Drummer verbraucht anscheinend eine Eiche pro Show bei seinem Stockverschleiß, der Gitarrist spuckte alles an, was sich bewegte, beschloß zwischendurch in Robs Schritt rumzuknabbern, der Keyboarder spielte mit seiner Matte so stark Windmühle, daß Don Quichote kleinlaut im Boden versunken wäre und Rob führte ausgiebig seine zahlreichen Tatoos vor. Und ganz nebenbei bretterte die Band das komplette Debutalbum "Voyeurs" runter. Erstaunlicherweise kam auch der besondere elektronische Touch des Albums, den Trent Reznor (NIN) schuf, live glasklar rüber. Und über allem Robs Ichweißnichtgenauwievieleoktavenabermehralsdubestimmt- Stimme. Perfekt. Da verzeihen wir Rob auch gerne diesen megaknappen Lederslip am Schluß. |
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| Massive Töne |
| Von den Massiven Tönen im Nachtzelt hat der Autor wegen der Überschneidung mit Apocalyptica auf der Hauptbühne nur die letzten Töne mitgekriegt. Den Publikumsreaktionen nach zu urteilen scheint es eine massiv gute Show gewesen zu sein. |
| Apocalyptica | Photos (klicken!) | Playlist |
| Das Publikum teilte sich am Anfang der Apocalyptica-Show in zwei Teile: Ganz wenige, die wußten, was sie jetzt erwartet, als plötzlich baumlange nordische in Frack gekleidete Männer mit Celli die Bühne enterten und ganz viele, die entweder dachten "Was'n jetzt los, bin ich schon so blau?" oder "Wolln die mich auf den Arm nehmen?". Nach der Show traf man dann ein Publikum, welches komplett hin und weg und heiser war. Also, was ging da bloß in der Stunde vor sich? Um es kurz zu fassen: Es fand die perfekte Symbiose aus Klassik und Heavy Metal statt. Unmöglich? Nein. Die vier Cellisten aus Helsinki spielten derartig schön die besten Metalsongs nach, daß es einem die Tränen in die Augen trieb. Da gab es "Enter Sandmann" von Metallica, "Roots" von Sepultura, Faith No More und das alles mit vier Cellos. Sagenhaft. Am faszinierendsten war aber das Publikum, das die gesamten Vocals für die Songs trotz mehr oder weniger stark ausgeprägter Rauschzustände fehlerfrei mitsang. Teilweise eine richtige Gänsehautstimmung. Und die Moral von der Geschicht: Unterschätze headbangende Celli nicht :-) |
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| DeeJot Hausmarke & Guests | Photos (klicken!) | Playlist |
| Was da im Nachtzelt abging, nachdem Hausmarke mit Spezialgast MC Afrob ihren Wasservorrat in die Menge feuerten, läßt sich eigentlich nur schwer beschreiben. Hausmarke war sichtlich gut drauf (kein Wunder) und schlitterte kreuz und quer "weltweit" über die Bühne, daß es eine Freude war, ihm zuzusehen. Das Publikum beließ es aber nicht beim passiven Zusehen, wechselte sofort in den aktiven Groovemodus und schwang den Popo oder suchte Mädchen Nummer 1. Sogar das alte Seitenspiel "Afrob, das ist meine Seite, die Partyleute", "Quatsch Michi, meine Seite sind die Partyleute, alle mal Stinkefinger auf Michis Seite" wurde so begeistert aufgenommen, als sei es die beste Erfindung nach dem HipHop. Bei soviel Partyleuten und aufgedrehten Rappern auf der Bühne, die anscheinend mehr als eine Duracell-Batterie intus hatten, braucht man natürlich ein gewisses Fundament => DJ Thomilla. Thomilla ließ sich durch gar nichts aus der Ruhe bringen, auch nicht durch die ganzen Tequilla-Gläschen auf seinem Table, die reihenweise von Hausmarke gekillt wurden. Fette Beats auf die Sekunde genau, perfekt. Als Sahnehäubchen oben drauf tauchte dann plötzlich ein kleiner Mensch mit einer Art Topflappen als Kopfbedeckung auf der Bühne auf, der sich als MC René entpuppte und mit seinen Freestylerap das Publikum an die Decke klebte. Wahnsinn, aber viel zu schnell vorbei. Als Trost legte Hausmarke aber noch sozusagen als Chillout eine Stunde lang persönlich Platten auf, so daß gegen vier Uhr morgens alle glücklich Wolke 7 Richtung Zelt verließen. |
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